Die Männer des REA Card Triathlon Team TuS Griesheim haben beim Rennen der 1. Triathlon Bundesliga die ganze Konkurrenz überrascht. In Düsseldorf stürmten die TuS-Triathleten auf den dritten Platz.

Foto: Andreas Carlsson rennt auf Rang 13 (c) Claudia Koch

Es war die Überraschung der zweiten Station der 1. Triathlon Bundesliga in Düsseldorf. Die Männer des REA Card Triathlon Team TuS Griesheim erreichten in der Besetzung Per Wangel, Andreas Carlsson, Scott McClymont, Wilhelm Hirsch und Jesse Hinrichs den dritten Platz in der Gesamtwertung. „In diesem Rennen hat alles funktioniert. Es war perfekt“, freute sich Scott McClymont, der als 15. sein bestes Ergebnis in der 1. Triathlon Bundesliga feierte. Generell zeigten die Griesheimer eine geschlossene Mannschaftsleistung. Dies war erneut der Schlüssel zum Gesamterfolg. Der Schwede Andreas Calrsson überquerte als 13. Athlet die Ziellinie im Medienhafen. McClymont folgte mit Rang 15. Der zweite Schwede Per Wangel sorgte mit Rang 20 für ein weiteres Top-Ergebnis. Abgerundet wurde die Mannschaftsleitung von Wilhelm Hirsch auf Platz 31. Komplettiert wurde das TuS-Quintett von Jesse Hinrichs auf Rang 66.

Schon bei der ersten Teildisziplin legten Carlsson, McClymont und Wangel den Grundstein für ihr erfolgreiches Rennen. Alle drei kamen gut aus den Startlöchern und setzten sich im vorderen Teil des Feldes fest. „Ich hatte einen super schnellen Start und wenig Prügelei beim Schwimmen. Das war perfekt“, beschrieb McClymont die 750 Meter im Rhein. Anders erging es Wilhelm Hirsch. Der Hallenser, der im Kraichgau und Darmstadt tolle Schwimmleistungen zeigte, verlor beim Schwimmen den Kontakt zu den vorderen Plätzen. „Mir wurde im Rennen die Brille runtergerissen. Zudem schwammen Kontrahenten über mich drüber. So verlor ich den Anschluss an die Spitze“, bilanzierte Hirsch. Im Mittelfeld liegend ging er auf die 20 Kilometer lange Radstrecke.

Foto: Per Wangel kämpft, um in der Radgruppe zu bleiben (c) Claudia Koch

Auf dieser fiel vorne die Entscheidung über die Platzierungen in den Top-20. Nach rund einer Runde schlossen der Olympiavierte Richard Murray (Buschütten), der ehemalige Radprofi Ruben Zepuntke (Potsdam) und Radspezialist Jorik van Egdom (Köln) auf das Griesheimer Trio auf. Carlsson, McClymont und Wangel reagierten und hielten, zusammen mit rund zwölf anderen Startern, den Anschluss an das schnelle Radtrio. „Wer konnte ist dort mitgefahren. Ich habe gedacht: Alles oder nichts. Dadurch war das Radfahren richtig hart“, beschrieb McClymont die Situation. Carlsson, McClymont und Wangel zeigten auch beim Laufen eine gute Leistung. Sie behaupteten sich auf der fünf Kilometer langen Strecke rund um den Landtag NRWs in der Führungsgruppe. Am Ende standen die Plätze 13, 15 und 20 für die Griesheimer. Kurz darauf machte Wilhelm Hirsch den Podestplatz perfekt. Nach dem schweren Schwimmen fing sich Hirsch beim Radfahren und Laufen. „Am Ende beschleunigte ich noch einmal und machte Plätze gut. Ich bin zufrieden mit dem Rennen. Ich merke, dass es in die richtige Richtung geht“, fasste Hirsch seinen Wettkampf zusammen. So feierten die Männer des REA Card Triathlon Team TuS Griesheim nach jahrelanger Pause den Podestplatz in der 1. Triathlon Bundesliga.

Foto: Gemeinsam erfolgreich - Die Männer der TuS Griesheim feiern das Podest in Düsseldorf (c) Claudia Koch

Frauen landen auf Rang sieben

Verletzungsbedingte und terminliche Absagen stellten die Frauenmannschaft des REA Card Triathlon Team TuS Griesheim vor Herausforderungen in Düsseldorf. Dennoch schafften Anja Weber, Celiné Kaiser und Frederike Willoughby den Sprung auf Rang sieben. Vor allem Weber überzeugte dabei am Rhein. Nach einem hervorragenden Schwimmen ging die Schweizerin als zweitplatzierte Athletin auf das Rad. „In der fünfköpfigen Führungsgruppe legte Anja den Grundstein für den Erfolg. Sie arbeitete gut mit den anderen Athletinnen zusammen und so fuhren sie rund 55 Sekunden Vorsprung auf die Verfolgerinnen heraus“, sagte Olaf Koch, zusammen mit Michael Vogt sportlicher Leiter der Bundesligamannschaften. Auf den abschließenden Laufkilometern in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt musste die junge Starterin des TuS zwar dem hohen Tempo auf dem Rad etwas Tribut zollen, doch Weber rettete sich als Neunte ins Ziel. Bei ihrem Ligadebüt für den TuS Griesheim zeigte auch Celiné Kaiser eine gute Leistung. Die Münchenerin überquerte als 28. Sportlerin den Zielstrich. Abgerundet wurde das Griesheimer Ergebnis von Willoughby auf Platz 40. „Celiné und Frederike haben ihre Leistungen abgerufen. Das war sehr wichtig für das Team. Mit dem siebten Platz können wir unser Saisonziel weiterhin erreichen“, sagte Koch.

Foto: Anja Weber fährt in der Spitzengruppe (c) Claudia Koch

Die nächste Station der 1. Triathlon-Bundesliga findet am 21. Juli in Tübingen statt. 

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