Die Frauen des REA Card Triathlon Teams TuS Griesheim haben beim Rennen der 1. Triathlon-Bundesliga den dritten Platz geholt. Vor allem Jule Behrens überzeugte mit Rang sieben in der Tageswertung.

Foto: Jule Behrens und Kiara Lenaertz laufen zum Top-Ergebnis (c) Claudia Koch

Jule Behrens lief völlig erschöpft über die Ziellinie bei der dritten Station der 1. Triathlon-Bundesliga. Auf den letzten der fünf Laufkilometern in Tübingen hatte die Griesheimerin noch einmal alles aus sich rausgeholt. „Auf der letzten Runde habe ich das Tempo hoch gehalten. Ich wollte für die Mannschaft ein gutes Ergebnis erreichen“, freute sich Behrens. Die junge Nachwuchsathletin des REA Card Triathlon Team TuS Griesheim holte mit dem beherzten Schlussspurt den siebten Rang in der Tageswertung und damit, in ihrem erst zweiten Bundesligarennen, einen Top-Ten-Platz. „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich bin sehr zufrieden“, sagte Behrens, die als zweitbeste Deutsche die Ziellinie überquerte. Ebenfalls stark präsentierte sich Kiara Lenaertz. Die Belgierin, die schon in den vergangenen Jahren für die Südhessen startete, kam wie Behrens gut aus dem Wasser. Auf dem Rad etablierten sich die beiden Griesheimerinnen zusammen mit ihrer Teamkollegin Celiné Kaiser in der großen Führungsgruppe. Beim Laufen zeigte Lenaertz, die ihr Land regelmäßig im Europacup vertritt, eine gute Leistung und lief auf Rang elf ins Ziel. Abgesichert wurde der Podestplatz von Celiné Kaiser. Die gebürtige Münchenerin überquerte als 20. Athletin den Zielstrich. Mit einer Platzziffer von 38 landeten die Griesheimerinnen so hinter den Mannschaften aus Buschütten und Krefeld auf dem Bronzerang. Mit dem Ergebnis sprangen die Triathletinnen des TuS Griesheim vor dem vierten und letzten Saisonrennen in Berlin auf den dritten Tabellenplatz. So dürfen sie Podium in der deutschen Hauptstadt träumen.

Foto: Strahlende Gesichter auf dem Podium (c) Claudia Koch

Einen Rückschlag erlebten hingegen die Männer des TuS Griesheim. Nach dem überraschenden dritten Platz in Düsseldorf, landete das Quartett der Griesheimer in Tübingen nur auf Rang 14. Dabei war Wilhelm Hirsch noch der beste Athlet im Griesheimer Triathlonanzug. Zusammen mit Fabian Reuter schaffte er den Sprung ins Hauptfeld. Im Laufen etablierte er sich unter den Top-30 und lief als 27. Athlet durch das Ziel. Es war die bislang beste Saisonplatzierung für den Hallenser in der 1. Triathlon-Bundesliga. Pech hatte Fabian Reuter. Nachdem er beim Schwimmen eine gute Linie gefunden hatte, ging er zusammen mit Hirsch auf das Rad. Dort ereilte dem Griesheimer ein technischer Defekt. „Beim Antritt am Berg ist mir die Kette abgesprungen. Damit habe ich den Anschluss in der Gruppe und meine Position verloren“, sagte Reuter. Durch einen so wörtlichen „soliden Lauf“ sicherte Reuter Rang 49. Im hinteren Teil des Feldes landeten Matthys Dries (60. Platz) aus Belgien und Torben Koch (68. Platz). „Das war ein rundum gebrauchter Tag. Schon beim Schwimmen habe ich viel Zeit verloren. Beim Radfahren musste ich dann die letzten Kraftreserven einsetzen, um noch ein bisschen Chancen auf eine Verbesserung zu haben. Doch leider waren die Beine leer und so ging beim Laufen nichts mehr“, sagte ein enttäuschter Koch nach dem Rennen. Die Männer stehen nach dem Rennen in Tübingen nun auf dem sechsten Tabellenplatz und wollen diese Position beim Saisonfinale in Berlin verteidigen.

Foto: Wilhelm Hirsch setzte sich in der Radgruppe fest (c) Claudia Koch 

Hier finden Sie die Ergebnisse.