Am Ende einer spannenden 1. Triathlon-Bundesliga Saison landeten die Männer des REA Card Triathlon Teams TuS Griesheim auf dem zehnten Tabellenplatz. In Berlin holten sie zum Abschluss Rang zwölf.

Foto: Wilhelm Hirsch läuft als Erster aus dem Wasser (c) DTU/Petko Beier

Das Finale der diesjährigen 1. Triathlon-Bundesliga Saison war ein großes Spektakel. Eingebettet in die Finals, den deutschen Meisterschaften von zehn Sportarten in Berlin, schwammen, fuhren und liefen die Triathleten unter den Augen ganz Sportdeutschlands. Für die Männer des REA Card Triathlon Teams TuS Griesheim ging es darum, den Platz unter den besten zehn Mannschaften Deutschlands, zu verteidigen. Mit Wilhelm Hirsch, Fabian Reuter, Scott McClymont, Torben Koch und Jesse Hinrichs, brachte der TuS bewusst nur deutsche Athleten an den Start. „Wir wollten den jungen deutschen Athleten die Chance geben, sich zu präsentieren“, sagte Michael Vogt, zusammen mit Olaf Koch Sportlicher Leiter der Bundesligamannschaft.

Dies gelang vor allem Wilhelm Hirsch. Der gebürtige Hallenser erwischte am Strandbad Wannsee einen hervorragenden Start. Im seichten Wasser sprintete er der Konkurrenz davon. „Ich habe mich schon beim Einschwimmen sehr gut gefühlt. Das Schwimmen hätte nicht besser laufen können“, sagte Hirsch. Eingefangen von den Fernsehkameras verließ der Sportler des TuS als erster Athlet den Wannsee und bewältigte die 100 Treppenstufen zur Wechselzone, gefolgt von den Top-Favoriten um Jonas Schomburg, Linus Stimmel und Valentin Wernz. Fabian Reuter und Scott McClymont kamen im zweiten Pulk aus dem Wannsee gelaufen. Mit rund 30 Sekunden Rückstand gingen sie auf die 21,6 Kilometer lange Radstrecke. „An der Treppe habe ich noch einmal alles gegeben, um sicher in die Verfolgergruppe zu kommen. Das habe ich geschafft“, sagte Reuter. Im dritten Teil des Feldes befanden sich die weiteren TuS-Athleten Torben Koch und Jesse Hinrichs. „Beim Start bin ich im Wasser gestützt. Da habe ich wertvolle Sekunden verloren. Leider ist mir auch noch beim Radfahren die Kette abgesprungen. Damit habe ich die Gruppe verpasst“, sagte Hinrichs über den Start seines Rennens.  

Auf dem Rad verhielten sich alle TuS-Athleten clever und geschickt. Vor allem auf dem verwinkelten Kurs am Olympiastadion und vor der Wechselzone positionierten sich die Athleten im vorderen Teil der Gruppe, um Stürze aus dem Weg zu gehen. Zeitlich holte die Verfolgergruppe im Reuter und McClymont auf die Führenden leicht auf. „Am Anfang haben alle Athleten gut zusammengearbeitet. Leider zogen ab der Mitte der Strecke nicht mehr alle mit“, fasste Hirsch, der in der 16 köpfigen ersten Gruppe fuhr, das Geschehen zusammen. 25 Sekunden vor den Verfolgern ging der Griesheimer vom Rad auf die fünf Kilometer lange Laufstrecke. Dort konnte der Hallenser das Tempo nicht mehr mitgehen und fiel zurück. „Beim Laufen kam ich leider gar nicht rein. Ich hatte einfach keine guten Laufbeine“, sagte Hirsch. Noch schlimmer erging es McClymont. Der Griesheimer war beim Wasserausstieg umgeknickt und musste das Rennen nach wenigen hundert Metern auf der Laufstrecke beenden. „Beim Radfahren habe ich noch gedacht, dass es geht. Aber beim Laufen musste ich aufgeben“, erklärte McClymont.

Foto: Fabian Reuter auf dem Weg nach vorne (c) Claudia Koch 

Einen guten Lauf hingegen erwischte Fabian Reuter. Aus der Verfolgergruppe hinaus sammelte er einige Sportler von vorne ein und beendete das Rennen nach 56:25 Minuten als 30. „Beim Laufen bin ich all out gegangen. Dadurch lief es sehr gut. Es war ein tolles Erlebnis, vor den vielen Zuschauern und dieser tollen Kulisse einen Wettkampf zu absolvieren. Es war ein unglaubliches Event“, sagte Reuter. Elf Sekunden nach Reuter kam Hirsch ins Ziel. Nach seinem hervorragenden Start landete er unterm Strich auf Rang 32. Abgerundet wurde das Ergebnis von Jesse Hinrichs auf Platz 66 und Torben Koch auf Rang 67. „Leider haben wir in unserer Gruppe zu viel Zeit auf dem Rad verloren. Beim Laufen hatte ich dann große Probleme im Fuß“, analysierte Koch.

Mit dem zwölften Rang in der Tageswertung landeten die Griesheimer Männer auf dem zehnten Tabellenplatz im Gesamtklassement. Dabei blickte Michael Vogt mit einem lachenden und einen weinenden Auge zurück auf die vier Rennen 2019: „Am Ende ist der zehnte Platz genau in dem Bereich unseres Saisonziels. Ärgerlich ist nur, dass wir nach dem tollen Saisonstart eine bessere Platzierung knapp verpasst haben. Mit nur zwei Punkten mehr, wären wir auf dem sechsten Platz ins Ziel gekommen. Aber die Entwicklungsrichtung der Jungs stimmt“, fasste Vogt die Saison zusammen.

Foto: Die Männermannschaft am Ende des Rennens (c) Claudia Koch