Marli Lenhardt hat die Herausforderung Gigathlon gemeistert. Am Ende zweier anstrengender Tage durch die beeindruckende tschechische Natur an der Elbe und Moldau blickte die TuS-Triathletin zurück.

Foto: Veranstalter Jan Plachy und Marli Lenhardt beim Gigathlon in Tschechien (c) Sascha Sieverding

269,3 Kilometer legte Marli Lenhardt schwimmend, auf dem Rennrad, auf dem Mountainbike, mit Inlinern und laufend zurück. Durch die tschechische Natur rund um Račice und Mělník bahnte sich die TuS-Sportlerin ihren Weg. „Die Strecken lagen wunderschön. Es war ein durchweg beeindruckender Wettkampf“, zog Lenhardt Bilanz. Schon zu Beginn des Wochenendes bot sich den Teilnehmenden optimale Bedingungen. Am frühen Morgen stiegen die Sportler ins Wasser. Nach 2,3 Kilometer durch die Regattabahn der Stadt, folgte der erste 23 Kilometer lange Abschnitt auf Inlinern. Immer an der Elbe entlang fuhren die Athleten zur zweiten Wechselzone. Es folgte eine anspruchsvolle Fahrt auf dem Mountainbike über 43 Kilometer. „Es ging über Stock und Stein. Im angrenzenden Kokoringebirge ging es immer wieder steil bergauf und bergab. Leider ereilten mich dabei Krämpfe, die den Wettkampf erschwerten“, sagte Lenhardt. Dies merkte die Griesheimerin auch beim 18 Kilometer langen Lauf. Doch Lenhardt biss sich durch und beendete auch die abschließenden 61 Radkilometer auf dem Rennrad. „Nach den vielen Höhenmetern und den anstrengenden Etappen, wurde ich mit viel Beifall und Glückwünschen im Ziel empfangen. Es war eine tolle familiäre Atmosphäre“, blickte Lenhardt zurück.

Am zweiten Tag bewegten sich die Teilnehmer vor allem rund um die Stadt Račice. Auf meist flachen Teilabschnitten ging es Richtung Ziel. „Das 60 Kilometer lange Rennradfahren habe ich gut zum Aufwärmen genutzt. Danach hatte ich keine Krämpfe mehr“, erklärte die Griesheimerin ihre Strategie für den zweiten Wettkampftag. Der Höhepunkt war der abschließende Teilabschnitt auf den Inlinern. Drei Mal umrundeten die Athleten die Regattastrecke und fuhren in jeder Runde durch das Ziel. „Es gab jedes Mal Beifall von allen Athleten und Volunteers“, freute sich Lenhardt. Selbst ein Gewitter am Ende des Rennens konnte die gute Stimmung nicht trüben. Nach insgesamt 17:42 Stunden Wettkampfzeit und als Dritte der Gesamtwertung lief Lenhardt ins Ziel. „Ich bin überglücklich und zugleich völlig erschöpft“, sagte die TuS-Triathletin.

Unterstützt wurde Lenhardt durch Sascha Sieverding. Der Vereinskollege brachte die Materialien in die Wechselzonen und versorgte Lenhardt beim Wettkampf. „Ohne die Unterstützung von Sascha wäre das nicht möglich gewesen. Auch ein riesen Dank an meine Trainerin Natascha Schmitt, die mich optimal vorbereitet hat“, sagte Lenhardt abschließend.