Die Mitteldistanz auf Mallorca ist traditionell einer der großen Saisonauftaktrennen der Langdistanztriathleten. Fünf Sportlerinnen und Sportler des TuS Griesheim gingen in diesem Jahr an den Start.

Ein Wechselbad der Gefühle erlebte dabei Alexandra Rechel. In der Altersklasse F45 war von Beginn an die Qualifikation für die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Nizza ihr Ziel. Nach einem guten Schwimmen kam Rechel unter den Top-Ten ihrer Altersklasse aus dem Wasser. Doch in der Wechselzone verlor die Griesheimerin ihren Timing-Chip und musste nach einigen Radkilometern umkehren und diesen holen. Dadurch verlor Rechel mehr als sieben Minuten auf ihre Kontrahentinnen. Nach diesem Missgeschick zeigte die Griesheimerin aber eine beeindruckende Aufholjagd. Sie machte einen Platz nach dem nächsten gut und wechselte als Drittplatzierte ihrer Altersklasse auf die Laufstrecke. Beim abschließenden Halbmarathon verteidigte Rechel ihren dritten Platz und damit die Qualifikation für die Ironman 70.3 Weltmeisterschaften. „Nach dem Unglück am Anfang, bin ich mit dem Ausgang des Rennens zufrieden. Es war ein toller Wettkampf bei super Wetter“, freute sich Rechel.

Foto: Alexandra Rechel auf dem Podium 

Ebenfalls für die Weltmeisterschaften in Südfrankreich qualifizierte sich Phillip Becker. Schon beim Schwimmen setzte er sich in der Altersklasse M45 im vorderen Teil des Feldes fest. Nach 28:28 Minuten verließ der Griesheimer das Mittelmeer nach 1,9 geschwommenen Kilometern. Auf der Radstrecke, die mit einem sieben Kilometer langen Anstieg zum Kloster Lluc den Athleten alles abverlangte, hielt Becker seine gute Position und gab diese bis zum Schlussstrich in Alcudia nicht mehr her. Mit 4:38:11 Stunden war er nicht nur schnellster TuS-Athlet, sondern auch 68. der Gesamtwertung. In der mit 408 Aktiven stark besetzten Altersklasse M45 schaffte Becker mit dem neunten Platz sogar den Sprung unter die Top-Ten.

Foto: Katharina Gölz und Phillip Becker vor dem Start in Alcudia

Zufrieden mit ihren Rennen waren auch Kevin Klöber und Maren Schulteis. Beide TuS-Triathleten hatten ein hervorragendes Schwimmen. Schulteis verließ das Wasser sogar unter den Top-Ten ihrer Altersklasse. „Das war ein super Rennen mit einem tollen Support von Conny, Sven und Michael. Ich bin absolut glücklich mit diesem Ergebnis“, sagte Schulteis, die auf dem Rad und beim Laufen ihre Top-Ten-Platzierung verteidigte. Als zehnte Sportlerin ihrer Altersklasse überquerte sie nach 5:18:28 Stunden die Ziellinie. Auch Kevin Klöber war nach dem Zieleinlauf nach 5:05:14 glücklich und blickte auf die kommenden Herausforderungen: „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Ergebnis und bereite mich jetzt in Ruhe auf die Ironman Europameisterschaft in Frankfurt vor“, sagte der Sportler des TuS Griesheim, der in der Altersklasse M30 an den Start ging.

Foto: Zufrieden mit dem Rennen - Maren Schulteis und Kevin Klöber

Großes Pech hatte die fünfte TuS-Triathletin. Katharina Grölz, Vorjahressiegerin in ihrer Altersklasse, war gut ins Rennen gestartet. Doch bei der Abfahrt vom Kloster Lluc musste sie einem anderen Athleten auswichen und stürzte dadurch selbst. Beim Sturz brach sie sich zwei Rippen und musste das Rennen aufgeben. „Ich bin total enttäuscht. Ich habe mich sehr gut gefühlt und wollte meinen AK-Sieg von 2018 wiederholen. Jetzt heißt es, schnell fit zu werden und die WM Qualifikation Ende Juni bei den 70.3 Europameisterschaften in Dänemark zu erreichen“, blickte Grölz voraus.

Alle Ergebnisse des Rennens finden Sie hier.