Die Ironman-Europameisterschaften in Frankfurt wurden zum Kampf gegen die Konkurrenz und die Hitze. Bei mehr als 40 Grad am Mainufer erreichten drei TuS-Triathleten das Ziel am Frankfurter Römerberg.

Foto: Überglücklich im Ziel - Jens Friedrich hat es geschafft! (c) privat

Der längste Tag des Jahres wurde für Jens Friedrich, Kevin Klöber und Daniel Urbanczyk vom REA Card Triathlon Team TuS Griesheim nicht nur ein Rennen gegen die Kontrahenten, sondern auch gegen den eigenen Körper. Hohe Temperaturen auf dem Rad und beim abschließenden Laufen sowie die direkte Sonneneinstrahlung über Stunden, machten die Langdistanz in Frankfurt noch härter als die 3,8 Kilometer Schwimmen, 185 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen vermuten ließen. „Härter geht es kaum“, sagte Klöber nach seinem Zieleinlauf nach 12:07:58 Stunden.

Foto: Bereit für den längsten Tag des Jahres (c) privat

Zu Beginn freuten sich alle Teilnehmer über den 25 Grad warmen Langener Waldsee. Ohne Neoprenanzug absolvierten die TuS-Triathleten die Schwimmstrecke gewohnt stark. Auf dem Rad begann dann spätestens nach der zweiten Runde der Kampf mit den äußeren Bedingungen. Zudem bildeten sich an den Verpflegungsstellen Engpässe. Die Hilferinnen und Helfer kamen teilweise nicht mehr nach mit dem Füllen der Flaschen. Auf der Laufstrecke am Mainufer kämpften alle Athleten mit sich. Jeder Kilometer in der Sonne tat weh und verlangte alles von den Sportlerinnen und Sportlern ab. „Ohne die Unterstützung von außen, wäre ich nicht ins Ziel gekommen“, sagte Friedrich, der nach 11:24:16 Stunden durch das Ziel lief. Genau zwei Stunden später hatte es auch der dritte TuS-Triathlet geschafft. Daniel Urbanczyk überquerte die Ziellinie überglücklich.

Foto: Geschafft! Kevin Klöber und Jens Friedrich im Ziel des Ironman Frankfurts (c) privat

Der Hitze Tribut zollen mussten Daniela Bleymehl, Paul Schuster und Daniel Schmoll. Bleymehl, die bei den Profis um den Sieg kämpfen wollte, stieg nach den ersten Laufkilometern aus. „Ich hatte in der Rennwoche Magen-Darm-Probleme, die mich anscheinend zu viele Körner gekostet haben. Schon beim Schwimmen hatte ich mit Krämpfen zu kämpfen und auf dem Rad konnte ich von Beginn an nicht die Werte fahren, die ich mir vorgenommen habe. Ich habe bis zuletzt gehofft, dass ich mich beim Laufen besser fühlen würde und mich die Stimmung der heimischen Fans an der Strecke trägt, aber stattdessen wurde es auf der Laufstrecke noch schlechter“, fasste Bleymehl ihren Tag zusammen.  Gut ins Rennen gestartet war Paul Schuster. Beim Schwimmen zeigte er seine Stärken und platzierte sich in den Top-10 des Profifeldes. Auch beim Radfahren blieb Schuster vorne dabei und schob sich beim Laufen sogar bis auf den fünften Rang vor. Doch nach dem Halbmarathon, musste auch er auf Grund der Hitze aufhören. Ähnlich erging es Daniel Schmoll. „Jedes Mal, wenn man aus dem Schatten in die Sonne lief gab es einen Schlag. Ich wusste, dass wenn ich über die Brücke laufe, weitere fünf Kilometer in der Sonne auf mich warten. Das wollte mein Körper einfach nicht“, erklärte Schmoll seinen Ausstieg nach 10,5 Kilometern.

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