Mit dem zehnten Platz in Polen hat Annika Koch beim European Cup ein Ausrufezeichen gesetzt. Fabian Reuter holte mit Platz 19 auch ein Top-Ergebnis in Olsztyn. Zudem überzeugten die Bundesligastarter.

Foto: Annika Koch am Ende eines harten Rennens

Erschöpft lag Annika Koch im Zielbereich. Es war das Ende eines spannenden Rennens beim European Cup in Polen, das mit dem zehnten Platz endete. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Wettkampf. Es war der Schritt in die richtige Richtung“, sagte Koch, die sich zum ersten Mal bei einem European Cup der Frauen unter den ersten zehn Athletinnen platzierte. Die 20-Jährige kam gut aus dem Wasser und platzierte sich in eine der vorderen Radgruppen. Auf dem verwinkelten Kurs im Osten Polens musste sie viel investieren, um den Anschluss zu halten. „Das Radfahren war sehr hart. Deshalb konnte ich nicht meine beste Laufleistung abrufen“, berichtete die Griesheimerin. Trotzdem gelang ihr auch beim Laufen ein gutes Rennen. Auf den fünf Kilometern machte sie weitere Plätze gut und lief in die Top-Ten. Als Zehnte sammelte Koch weitere wichtige Punkte für die Weltrangliste. 

Foto: Strahlend im Ziel - Fabian Reuter überzeugt mit Top-20-Platzierung in Polen

Bei den Männern lieferten sich die 68 Starter aus ganz Europa einen spannenden und engen Wettkampf über die Sprintdistanz. Vom TuS Griesheim gingen Scott McClymont und Fabian Reuter an den Start. Nach dem Schwimmen lagen beide TuS-Athleten gleich auf und auch das Feld war zu diesem Zeitpunkt eng zusammen. Eine große Verfolgungsgruppe machte sich auf die Jagd auf das Führungsduo. „Die zwei Führenden hatten wir schnell eingeholt. Danach kam es auf der regennassen Strecke zu zahlreichen Stürzen“, berichtete Reuter. So kam Unruhe in das Feld und immer wieder versuchten sich, Athleten abzusetzen. „Das gesamte Rennen war sehr chaotisch“, beschrieb McClymont das Geschehen auf der Strecke. Als große Gruppe kam das Feld zum zweiten Wechsel. Beim abschließenden fünf Kilometer langen Lauf zeigte vor allem Fabian Reuter eine gute Leistung. Im engen Rennen um die Plätze in den Top 20 blieb er in der Gruppe und setzte sich im Schlussspurt gegen einige seiner Kontrahenten durch. Mit einer Laufzeit von 16:01 Minuten überquerte der Griesheimer die Ziellinie als 19. Athlet. „Ich bin mit meinem Rennergebnis sehr zufrieden. Insbesondere auf dem Rad habe ich mich sehr clever verhalten und konnte auch bei dem Lauf mein Potenzial abrufen“, freute sich Reuter. Dagegen musste McClymont kämpfen auf der Laufstrecke. Auf den ersten drei Kilometern kam der Bundesligastarter des TuS nicht in seinen Rhythmus. Dennoch gelang es McClymont zwei Kilometer vor dem Ziel das Tempo noch einmal zu forcieren und einige Plätze gut zu machen. Als 36. Athlet beendete er das Rennen. „Ich konnte im Laufteil meine Leistung der letzten Rennen nicht abrufen und daher bin ich sehr enttäuscht über mein Ergebnis. Dennoch schaue ich zuversichtlich nach vorne und ich kann es kaum abwarten, im kommenden Wettkampfblock zu zeigen, was in mir steckt“, sagte McClymont.

Foto: Gemeinsam erfolgreich - Die Bundesligaathleten des REA Card Triathlon Team TuS Griesheim

Einen guten Eindruck hinterließen auch die Bundesligaathleten des REA Card Triathlon Team TuS Griesheim. Bei den Frauen schrammte die Belgierin Kiara Lenaerts als Viertplatzierte knapp am Podest vorbei. Auch bei den Männern fiel die Entscheidung im Schlusssprint. Simon Westermann aus der Schweiz verpasste den Bronzerang im Sprint mit Lars Pfeifer aus Deutschland um eine Sekunde. Mit dem vierten Platz unterstrich er aber seine gute Form. Ebenso wie Bundesligastarter Matthys Dries. Der Belgier wurde 15. Abgerundet wurde das starke TuS-Bundesliga-Ergebnis von Julian Sackmann aus der Schweiz auf Rang 38.  

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