Annika Koch hat den European Cup im estnischen Tartu gewonnen. Auf der Sprintdistanz setzte sich die Triathletin des REA Card Triathlon Teams TuS Griesheim gegen die internationale Konkurrenz durch.

Foto: Sieg für Annika Koch (c) Nicola Petzoldt 

Es war einer der bislang größten Erfolge ihrer Karriere. Am Samstag riss Annika Koch das Siegbanner des European Cups der Frauen im estnischen Tartu in den Himmel. „In dem Moment war ich einfach nur glücklich“, sagte die Sportlerin des TuS Griesheim, die ihren ersten Sieg auf kontinentaler Ebene feierte. Es war der Abschluss eines Rennens, welches Koch von Beginn an positiv gestaltete. „Schon beim Schwimmen habe ich mich gut gefühlt und mit einem schnellen Wechsel konnte ich mich in der ersten Radgruppe positionieren“, erklärte die 20-Jährige. Während auf den ersten flachen und windanfälligen Radkilometern das Feld eng zusammenfuhr, startete Koch auf den letzten Kilometern die entscheidende Attacke. „Beim Bergauffahren und in der Abfahrt positionierte ich mich vorne und lief so als Erste in die Wechselzone“, sagte Koch. Auch dort verliefen die eingeübten Handgriffe perfekt. Als schnellste Athletin lief die Studentin, die seit einigen Monaten am Olympiastützpunkt in Saarbrücken studiert und trainiert, auf die fünf Kilometer lange Laufstrecke. Schnell distanzierte sie dabei ihre Kontrahentinnen. „Beim Laufen habe ich mein Ding gemacht. Ich habe schnell gemerkt, dass da keine Athletin mithalten kann“, berichtete Koch. Mit der schnellsten Laufzeit vergrößerte die Bundesligastarterin ihren Vorsprung kontinuierlich. Am Ende siegte Koch deutlich mit 40 Sekunden Vorsprung vor Alexandra Razarenova aus Russland und Hanna Maksimava aus Weißrussland. „Auf dem Weg nach Tartu habe ich mir schon Chancen ausgerechnet. Aber, dass es mit dem Sieg geklappt hat, ist unglaublich. Dies motoviert mich für die kommenden Aufgaben“, sagte die Griesheimerin.

Foto: Scott McClymont musste in Tartu kämpfen (c) Nicola Petzoldt

Ebenfalls in Estland am Start war Scott McClymont. Der Griesheimer Athlet, der in den vergangenen Wochen mit hervorragenden Ergebnissen in der Bundesliga und bei Einzelrennen auf sich aufmerksam machte, erwischte in Tartu kein gutes Rennen. Mit Platz 24 blieb der Student hinter seinen Erwartungen zurück. „Der Wettkampf lief in allen drei Disziplinen leider nicht wie gewünscht. Es war nun der Schlusspunkt der ersten Saisonhälfte. Ich werde trainieren, eine Wettkampfpause machen und stärker zurück kommen“, sagte McClymont. Positiver lief es für Per Wangel. Der Schwede, der für das REA Card Triathlon Team TuS Griesheim in der Bundesliga startet, wurde in Tartu Siebter.

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